Das Angebot umfasst ein explizites Seminar-, Vortrags- oder Workshopformat zu Prüfung, Messtechnik, DIN VDE und DGUV V3. Es richtet sich an Elektrofachbetriebe, verantwortliche Elektrofachkräfte, Unternehmen, Bildungsträger, Betreiber elektrischer Anlagen, Versicherer, Ausbildungszentren und kann als Fachvortrag, Inhouse-Schulung, Halbtagsseminar, Tagesseminar oder individuelles Sonderformat geplant werden.

Ziel des Formats
Teilnehmende sollen nach dem Termin nicht nur Begriffe einordnen können, sondern bessere technische Entscheidungen treffen: Welche Unterlagen sind nötig? Welche Fehler treten in der Praxis regelmäßig auf? Wo sind Grenzen der Aussagekraft? Wie werden Netzbetreiber-, Betreiber-, Versicherungs- oder Gutachtenperspektive sinnvoll verbunden?
Geeignete Seminar- und Vortragsthemen
- Messungen an elektrischen Anlagen nach DIN VDE 0100-600 und DIN VDE 0105-100 – Halbtagsformat bis ca. 5,5 h, 5,5 h, 1.350 €; mit Fokus auf Prüfpraxis und Dokumentation.
- DGUV V3 – Prüfabläufe, Verantwortlichkeiten und rechtssichere Dokumentation – Halbtagsformat bis ca. 5,5 h, 4,5 h, 1.350 €; für Fachkräfte, Verantwortliche und Schulungsträger.
- Prüfen und Messen in Theorie und Praxis – Tagesformat ab 6 h, 6,5 h, 1.850 €; Workshopformat mit hohem Praxisanteil.
- Azubi-Praxistag Elektrotechnik – Tagesformat ab 6 h, 6 h, 1.850 €; für Gruppen und überbetriebliche Ausbildung.
- Individuelles Inhouse-Seminar oder Sonderthema – bei Bedarf mit angepasster Seminarerarbeitung, Praxisfällen und Zielgruppenunterlagen.
Standardformate und Angebotslogik
Die Leistungen können kompakt oder vertiefend aufgebaut werden. Für einen Innungsabend eignet sich ein Kurzformat. Für Bildungsträger, Unternehmen und technische Teams sind Halbtag oder Tagesformat sinnvoll, wenn Fallbeispiele, Übungen, Messwerte oder Gruppenfragen einbezogen werden sollen.
| Format | Thema | Zielgruppe | Dauer | Preis | Hinweis | |—|—|—|—:|—:|—| | Seminar | Messungen an elektrischen Anlagen nach DIN VDE 0100-600 und DIN VDE 0105-100 | Bildungsträger, Fachbetriebe, Aus- und Weiterbildung | 5,5 h | 1.350 € | mit Fokus auf Prüfpraxis und Dokumentation | | Seminar | DGUV V3 – Prüfabläufe, Verantwortlichkeiten und rechtssichere Dokumentation | Bildungsträger, Unternehmen, verantwortliche Elektrofachkräfte | 4,5 h | 1.350 € | für Fachkräfte, Verantwortliche und Schulungsträger | | Workshop | Prüfen und Messen in Theorie und Praxis | Bildungsträger, Azubis, überbetriebliche Ausbildung | 6,5 h | 1.850 € | Workshopformat mit hohem Praxisanteil | | Workshoptag | Azubi-Praxistag Elektrotechnik | Bildungsträger, Ausbildungszentren | 6 h | 1.850 € | für Gruppen und überbetriebliche Ausbildung |
Zusatzaufwand, individuelle Seminarerarbeitung, spezielle Fallauswahl oder umfangreiche Unterlagen können nach Aufwand ergänzt werden.
Beispielagenda für ein Halbtagsformat
- Einordnung und Zielbild – warum das Thema für die jeweilige Zielgruppe relevant ist.
- Technische Grundlagen ohne Überfrachtung – nur die Punkte, die für Entscheidungen, Nachweise und Praxisfälle wichtig sind.
- Praxisfälle und typische Fehlerquellen – Beispiele aus Planung, Betrieb, Schaden, Prüfung oder Netzanschluss.
- Unterlagen und Dokumentation – was später im Gutachten, bei der Versicherung, beim Netzbetreiber oder intern gebraucht wird.
- Fragen, Diskussion und Transfer – konkrete Fälle der Teilnehmenden strukturiert aufnehmen.
Lernziele
- Die Teilnehmenden erkennen typische Fehler und Risikostellen.
- Sie können relevante Unterlagen von nebensächlichen Informationen trennen.
- Sie verstehen, wo technische Bewertung endet und formale oder rechtliche Entscheidung beginnt.
- Sie können Anfragen, Prüfungen oder Netzbetreiberkommunikation besser vorbereiten.
- Sie erhalten eine praxistaugliche Sprache für Gespräche mit Auftraggebern, Fachbetrieben, Versicherern oder internen Teams.
Didaktischer Ansatz
Der Schwerpunkt liegt auf verständlicher technischer Einordnung, echten Praxisfragen und klaren Entscheidungswegen. Normen und Regelwerke werden nicht als Selbstzweck wiedergegeben, sondern dort eingebunden, wo sie für Planung, Prüfung, Betrieb, Schadenbewertung oder Dokumentation tatsächlich relevant sind.
Fachliche Schwerpunkte
- DIN VDE 0100-600: Besichtigen, Erproben und Messen bei Erstprüfung
- DIN VDE 0105-100 und Betreiberpraxis bei wiederkehrender Prüfung
- DGUV Vorschrift 3 und BetrSichV als Organisationsrahmen im Betrieb
- Bewertung von Messwerten gegen Grenzwerte, Anlagenzustand und Schutzkonzept
- Dokumentation als entscheidende Grundlage bei Mangel, Schaden und Betreiberpflicht
Anfrage für Veranstalter
Für ein passendes Angebot sind folgende Angaben hilfreich:
- Zielgruppe und erwartetes Vorwissen
- gewünschtes Format: Vortrag, Seminar, Workshop, Inhouse oder Fachtagung
- Dauer und Terminrahmen
- gewünschte Tiefe: Überblick, Praxisfälle, Prüfung, Gutachtenperspektive oder Prozessarbeit
- Präsenz, online oder hybrid
- gewünschte Unterlagen oder Lernzielnachweise
Nächster sinnvoller Schritt
Schildern Sie kurz Anlass, Anlage und Ziel der Anfrage. Für den Einstieg reichen wenige Punkte: Worum geht es, wer ist beteiligt, welche Unterlagen liegen vor und ob Fristen bestehen. Danach lässt sich entscheiden, ob eine Unterlagensichtung, ein Ortstermin, eine fachliche Stellungnahme, ein Gutachten oder ein Seminarformat sinnvoll ist.
Anfrage: Thema beschreiben, vorhandene Unterlagen nennen und gewünschten Zeitrahmen angeben.
Häufige Fragen
Warum reicht ein Kurzschlussstrom- oder Schleifenimpedanz-Rechner nicht aus?
Ein Rechner kann überschlägige Werte liefern. Für die technische Bewertung zählen aber Netzform, Schutzorgan, Leitung, Messverfahren, Anlagenzustand, Dokumentation und Grenzwertbezug. Das ist eine fachliche Prüfung.
Was prüft DIN VDE 0100-600 grundsätzlich?
Sie betrifft die Erstprüfung von Niederspannungsanlagen und arbeitet mit Besichtigen, Erproben und Messen. Die Ergebnisse müssen bewertet und im Prüfbericht nachvollziehbar dokumentiert werden.
Was ist bei DGUV V3 wichtig?
Für Unternehmen ist nicht nur die Messung wichtig, sondern die Organisation: Prüffristen, befähigte Personen, Einsatzbedingungen, Dokumentation und die Ableitung aus Gefährdungsbeurteilung und Betriebspraxis.
Kann ein Prüfprotokoll nachträglich bewertet werden?
Ja. Es lässt sich prüfen, ob Messwerte, Schutzorgane, Stromkreise, Anlagenbeschreibung und Bewertung plausibel zusammenpassen. Fehlende Informationen müssen offen benannt werden.
Welche Unterlagen sollte ich für eine Messwertbewertung senden?
Wichtig sind Prüfprotokolle, Messwertlisten, Anlagenpläne, Fotos der Verteilung, Angaben zu Schutzorganen, Leitungslängen, Netzform und der Grund der Anfrage.
Eignet sich das Thema als Praxisseminar?
Ja. Messpraxis ist besonders geeignet für Workshops, weil typische Fehler bei Messaufbau, Dokumentation und Bewertung anhand konkreter Fälle trainiert werden können.
